Pflegefamilien

Buntes Kinderbild mit Haus und spielenden Kindern draußen

Die Idee des Pflegefamilien-Netzwerks.

Trotz allen Einsatzes gelingt es nicht immer, dass Kinder bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Dann engagiert sich die Stiftung Prijateli 2006 für die Vermittlung in eine Pflegefamilie. Sie kann den Kindern mehr Geborgenheit und Nestwärme sichern als jede andere Lebensform. Hier erfahren die Pflegekinder entsprechende Zuwendung und sie bekommen eine echte Chance, die in ihrer bisherigen Biografie entstandenen Defizite auszugleichen.

Der Beginn unseres Pflegefamilien-Netzwerks.

Die Idee des Pflegefamilien-Netzwerks ist entstanden, als wir bei unserem Besuch in Sofia im Herbst 2005 erkannten, dass den verlas­senen Kindern auf Dauer nicht mit neuen, vielleicht schöneren Heimen geholfen werden kann. Allerdings gab es in Bulgarien nur wenig Erfahrung mit Pflegefamilien. Hier war also Pionierarbeit gefragt.

Es galt, ein Konzept zu erarbeiten, das viele Erfahrungen berücksichtigt und natürlich auf die Lebenssituation in Bulgarien zugeschnitten ist. In den Gesprächen in Sofia hörten wir wiederholt von der Sorge, Eltern oder Paare würden ein Pflegekind nur mit der Aussicht auf Pflegegeld aufnehmen. Unser Konzept musste also einerseits den Pflegeeltern das uneingeschränkte Vertrauen entgegenbringen, andererseits die Rechte und den Schutz der Kinder wahren.

Schnittstelle zwischen Familien und Behörden.

Die Sozialbehörden in Bulgarien sind oft nicht in der Lage, die umfassende Begleitung und Kontrolle einer wachsenden Zahl von Pflegefamilien zu leisten. Deshalb sind wir von Prijateli 2006 gern be­reit, die Ämter im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu entlasten. Ihre Mitverantwortung als Staatsorgane werden sie natürlich behalten.

Die Mitarbeiter unserer Service-Stelle in Sofia beraten Familien, kooperieren dabei mit den Behörden und leisten so einen wertvollen Beitrag zum Gelingen unseres Konzepts eines Pflegefamilien-Netzwerks.

Vom nachhaltigen Wert eines Netzwerks.

Die Pflegefamilien – und solche, die es werden wollen – stehen in engem Kontakt zueinander. Die Pflegeeltern kennen ihre eigenen Probleme und können sich in die Schwierigkeiten anderer hineinversetzen. Dies schafft großes Vertrauen und Einfühlungsvermögen. Man kann sich untereinander helfen und beraten, gemeinsam Freizeit verbringen oder kostspielige Gebrauchsgüter des Alltags untereinander austauschen. Unser Pflegefamilien-Netzwerk setzt also auch auf Hilfe zur Selbsthilfe.

Weitere Details zur komplexen Aufgabe unseres Pflegefamilien-Netzwerks können Sie hier nachlesen.


Aktuelles

, Sofia

Frühstart Leben

Frühchen
Diakonie, einer unser Kooperationspartner

Das Modellprojekt „Frühstart Leben“, welches eine Frühförderung für Früh- und Risikoneugeborene und ihrer Familien in Sofia vorsieht, ist unter großer medialer Aufmerksamkeit gestartet.

Eingebunden vor Ort ist die Sheinovo Geburtsklinik unter Dr. Rumen Velev (Direktor). Das Projekt sieht u.a. eine Schulung beim Klinik- und Betreuungpersonal, sowie die ambulante Betreuung von Eltern mit Frühchen durch eine Hebamme und einen Sozialarbeiterfachkraft vor.

Unsere Frühförderkraft Madlen Eftimova betreut als Sozialarbeiterfachkraft betroffenen Familien. Sie ist eingebunden in ein interdisziplinäres Netzwerk aus Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen.

Weitere Informationen zu unserem Modellprojekt finden Sie auf der Projektseite des DW Frankfurt und in dem Flyer „Frühstart Leben“ (PDF, 2 MB).

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